Haben Sie schon einmal Elfen in Ihrem Garten gesichtet? Das Land der Elfen und Trolle ist ja bekanntlich Island, aber bei uns im Gärtnergarten schweben sie auch: die botanischen Elfen in Form der Elfenblumen (Epimedium) machen unseren Garten gleich verwunschen und anmutig.
Die Elfenblumen sind für mich der perfekte Bodendecker für den Schatten. Wenn sie gut etabliert sind, dann auch im trockenen Schatten. Sie sind bei uns auf einer größen Fläche gepflanzt und schon über 30 Jahre der pflegeleichteste Teil des Gartens. Alle 3-4 Jahre sollte man die wintergrünen Elfen vor dem Blütenaustrieb kräftig zurückschneiden, so verjüngt sich das Laub wieder und sieht frisch und strahlend aus. Ansonsten schiebt sich das neue Laub über das alte hinweg.
Die Blüten sind winzig und bezaubernd, erscheinen in käftigem Gelb (Sorte 'Frohnleiten', wintergrün) in Rot-Weiß (E. rubrum), Orange ('Orange Königin', wintergrün), Lila ('Lilafee') oder Weiß ('Niveum'), wobei 'Lilafee' und 'Niveum' deutlich schwächer im Wuchs sind. Sie schweben über dem Laub und wer sie in ihrem grazilen Schweben bewundern will, der darf schon vor ihr niederknien und staunen.
Noch überzeugender ist für mich aber ihr Blättergewand. Die Blüte vergeht. Was bleibt im Staudengarten sind die unterschiedlichsten Blattformen und Farben. Und die Elfenblume bietet hier wirklich alles: zunächst helles Apfelgrün, langsam dunkler werdend. Später gesellt sich dann eine rötliche Färbung zum Grün dazu. Unbeschreiblich ansprechend und pflegeleicht. Wer ein Bäumchen pflanzen will, möge sich gleich die Elfen dazu gesellen lassen.