Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

21.10.21

Sommerwind im Staudenbeet

Sommerwind im Staudenbeet Sie steigen aus dem Auto und werden gleich in die Fülle einer Staudenpflanzung hineingezogen. Seit Sommer kann Ihnen das auf unserem Parkplatz passieren. Die neue Staudenmischpflanzung „Sommerwind“, entwickelt vom Bund deutscher Staudengärtner, lädt ganzjährig zum Schwelgen in Gelb- Blau- und Violetttönen ein.

Die Staudengärtner entwickeln seit Jahren pflegeleichte und ästhetisch ansprechende Mischpflanzungen. Nicht nur für Verkehrsinseln, sondern auch für größere Flächen in Privatgärten (ab ca. 25 qm). Besonders der Standort und der Boden (das verwendete Substrat) sind für den Erfolg wichtig. Für unseren Parkplatz bedeutet das: Wir müssen eine Mischpflanzung für einen trockenen und vollsonnigen Standort aussuchen. Da wir uns gleich in den „Sommerwind“ verguckt haben, mussten wir ein entsprechendes Substrat auf den extrem verhärteten Boden aufbringen. Diese Mischung aus mineralischen und organischen Bestandteilen wurde bestellt und ca. 20 cm dick aufgebracht. Die Anzahl der Pflanzen wird von den Profis immer für 100 qm angegeben, also haben wir das auf unsere Fläche von ca. 70qm umgerechnet. Ganz wichtig ist nun der nächste Schritt, den jeder bei einer Neupflanzung unbedingt vornehmen muss: das Ausstellen der Pflanzen. In diesem Fall soll ein natürlicher, wiesenartiger Charakter entstehen. Die Stauden werden also gewollt „Durcheinander“ arrangiert. Natürlich sollte sie dabei gleichmäßig verteilt werden, Gruppen einer Art sollten vermieden werden. So ist es auch nicht schlimm, wenn es einmal zu Ausfällen kommt.

Ist man mit dem Gesamtbild zufrieden, kann man loslegen mit dem Austopfen und Pflanzen. Auf dieser Fläche sollte man daraus ein Gruppenevent machen. Bei uns halfen zwei Azubis, es ging fix. Vor zwei Wochen wurden zur Krönung für das Frühjahr einige Hundert Blumenzwiebeln gesetzt, Tulpen, Narzissen, Krokusse, Schneeglanz und natürlich den Kugellauch für eine Sommerblüte.

Die Beetanlage ist so einfach wie überzeugend, denn es wird ein bewährtes Gestaltungskonzept angewendet: größere Gerüstbildner (hier Blaustrahl-Wiesenhafer, Schafgarbe und die hohe Sommeraster 'Wunder von Stäfa') werden von Begleitstauden umspielt (u. a. Windröschen, Goldhaaraster, Mädchenauge, Wolfsmilch, Glockenblume). Auf die vorgeschlagenen Füllpflanzen Jungfer im Grünen, Tagetes und Eschholzia haben wir verzichtet. Um die Pflanzung wirklich pflegeleicht zu gestalten, braucht es aber unbedingt Bodendecker, hier haben wir den vorgeschlagenen Frauenmantel, zwei Sorten Storchschnäbel und das Himalaja Perlkörbchen verwendet.

Die Pflegemaßnahmen halten sich in Grenzen: 4 bis 6 Pflegegänge pro Jahr inklusive Winterrückschnitt sind angesetzt.

Wir haben zum Start gründlich gewässert und auch einmal gedüngt. Das fällt später weg, denn es handelt sich schließlich um Pflanzen für magere und trockene Standorte.

Seien sie gespannt auf weitere neue Beete in unserer Schauanlage.

Sommerwind im Staudenbeet 3 Sommerwind im Staudenbeet 2 Sommerwind im Staudenbeet 1