Der Befall von Seerosen durch Schädlinge ist an sich sehr gering. Oft treten Schädlinge nur dort auf wo Seerosen in großen Mengen in Kultur sind.
In Gartenteichen ist der Befall minimal und sollte nur durch Entfernen der befallenen Stellen bekämpft werden.
Seerosenblattkäfer
Er schädigt die Blätter durch Minier-, Loch- oder Schabefraß, wodurch das Blatt erst unansehnlich und später braun wird. Wenn man die Eierhäufchen der Seerosenblattkäfer rechtzeitig im Jahr erkennt und entfernt kann man seine Ausbreitung weitestgehend eindämmen. Es sei denn, der Käfer fliegt aus anderen Gewässern wieder ein.
Die eigentliche Schädigung erfolgt durch die Larve, die gelblich und nur wenige Millimeter groß ist. Diese sollte beim Entfernen befallener Pflanzenteile mit abgefischt werden!
Seerosenblattzünsler
Die Larve dieses Falters schneidet sich aus den Seerosenblättern ovale Stücke heraus. Sie benötigt jeweils zwei, die aufeinandergeheftet werden und ein kleines Schiffchen bilden. Diese Schiffchen legen an anderen Blättern an und die Larve frisst an diesen weiter. Klappt man das Schiffchen auseinander sieht man die Larve. Einfaches entfernen dieser Schiffchen bringt schnelle Erfolge, wobei man auch unter den Blättern nachsehen sollte. Lässt man die Larve gewähren kann sie reichlich Schaden in Form von Skelettfraß verursachen.
Dieser Schädling geht auch an andere Schwimmblattpflanzen, wie Seekanne, Wasserähre oder Froschbiss.
Blattläuse
Treten besonders dann auf, wenn Pflaumen, Schleen oder Kirschen in der Nähe wachsen, da auf diesen Pflanzen die Läuse überwintern. Die Seerosenblattlaus befällt junge Blütentrieb. Auch hier gilt, dass man die befallenen Pflanzenteile am besten entfernt. Abspülen bringt nicht viel, da die Tiere auf dem Wasser schwimmen können.
Spitzschlammschnecke
Gefährdet hauptsächlich junge Triebe der Seerose, ist aber oft unter Seerosenblättern mit ihren Laich vertreten. Man findet diese gallertartigen und durchsichtigen Gelege an der Blattunterseite oder an Stengeln. Sie sitzen sehr fest und sind deshalb etwas mühevoll zu entfernen. Die Menge an Befall von all diesen Schädlingen kann von Jahr zu Jahr sehr unterschiedliche sein. In der Regel sehen die Pflanzen "nur" unschön aus, nehmen aber keinen dauerhaften Schaden.