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11.09.16

Nymphaea odorata 'Rosennymphe' - Seerose

Nymphaea 'Rosennymphe' - eigene Züchtung

Am 4. September 1896 gründete Heinrich Junge unsere Staudengärtnerei in Hameln. Er war ein sehr motivierter und engagierter Züchter, der viele Sorten gezüchtet hat. Einige davon sind noch heute auf dem Markt. Aber auch nachfolgende Generationen, inzwischen die vierte, haben Pflanzen gezüchtet, selektiert oder neu eingeführt. Einige dieser Pflanzen, die in diesen 120 Jahren gezüchtet worden sind, stelle ich Ihnen in lockerer Folge in vor.

Nymphaea 'Rosennymphe'

Verwunschene Teiche über denen kleine Waldgöttinen, die Nymphen, schweben. Das Idyll der alten Griechen bezaubert auch heute noch. Doch auf die kleinen Nymphen warten wir irgendwie vergeblich. Es sei denn man wendet sich der Botanik zu und zwar den Seerosen, die den kleinen Nymphen einfach den Namen geklaut haben.

Und aus dem großen Reich der Gattung 'Nymphaea' sticht eine besonders hervor, die in der Gärtnerei Stauden-Junge bereits vor über 100 Jahren vom Firmengründer Heinrich Junge gefunden und vermehrt wurde. 1911 wurde sie dann offiziell dem kundigen Publikum vorgestellt. Als ausgezeichnete Sorte mit 3 Sternchen entzückte sie das kundige Publikum der Staudensichtung. Und das zu Recht:

Die Rosennymphe ist reich blühend und das auch noch in halbschattigen Bereichen. Und sie bezaubert mit einem intensiven Duft.
Doch das beeindruckendste Merkmal, das den Seerosenfreund nun seit über 100 Jahren erfreut, ist ihre sternförmige Blüte. Sie zeigt sich bereits im Mai und wechselt ihre Farbe: von kräftigem Rosa am ersten Tag über helles Rosa bis hin zu einem fast reinen Weiß im Verblühen. Die orangegelben Staubblätter bilden dazu einen schönen Kontrast. Die Blüte steht 3-5 cm über dem Wasser, einer tänzelnden Nymphe gleich.

Die jungen Blätter sind leicht rot. Rosennymphe zählt zu den mittelstark wachsenden Seerosen und braucht eine Wassertiefe von 70 cm. Warum auf die griechischen Göttinen warten, wenn eine Hamelner Züchtung den Teichliebhaber in den 7. Himmel hebt?