Pflegeleicht soll er sein, der Gärtnergarten, und gleichzeitig optisch
ansprechend für unsere Besucher, die immer mit hohen Erwartungen in
einen Gärtnergarten gestiefelt kommen. Für uns selbst kommt noch der
Anspruch dazu, auch den Insekten ein herzliches Willkommn zu bereiten.
Kerzenknöterich
Im Herbst bietet sich für dieses Ich-wünsch-mir-was der Kerzenknöterich an. Keine Angst, nicht das Wucherzeugs, sondern eine sich langsam horstartig ausbreitende Staude. Er wächst gerne schattig, bei uns verträgt er durchaus auch den Wurzeldruck eines hohen Amberbaumes. Er blüht für eine Staude außergewöhnlich lange: von Ende Juli bis in den Oktober hinein. Die Sorte 'Rosea' blüht in elegantem Rosa, die bewährte Sorte 'Firetail' in hellroten Kerzen. Beide werden bis zu 120 cm hoch. Die Sorten 'Inverleith' ,rosa und 'Blackfield' ,sehr dunkelrot, erreichen eine Höhe von 60 bzw. 70 -90cm. Ihre Kerzen werden intensiv von Insekten angeflogen und leuchten in schattigen Gartenbereichen intensiv.
Scabiose
Ein filigraner Liebling meines Herbstgartens ist die Scabiose. Neben den großlütigen Sorten hat es mir besonders die Taubenskabiose angetan. Sie blüht von Juni bis in den Oktober hinein und schiebt dauernd neue kleine Blüten nach, die von Bienen und Schmetterlingen umflogen werden. Sie wiegen sich wolkig im Wind und erzeugen eine zauberhafte Leichtigkeit. 'Butterfly Blue' wird mit 50 cm hoch und hat eine dunkelviolette Blüte. 'Pink Mist' hat eine rosa Blüte und wird 40 cm hoch. Nebelig sind sie keineswegs, eher geheimnisvoll aufleuchtend im Spätsommer- und Herbstdunst.
Wasserdost
Ein weiterer Herbstliebling ist der Wasserdost. Er ist eine einzigartige Prachtstaude für den Spätsommer und Herbst und auch im Winter fangen seine Samenstände den Rauhreif und Schnee ein. Mit seiner Größe von 180cm ist er ein absoluter Hingucker und Rastplatz für Schmetterlinge und zahllose Bienen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass er durchaus ein wenig gärtnerischen Einsatz verlangt. Im Austrieb ist er anscheinend eine Delikatesse für Schnecken, also aufpassen. Und er braucht, Nomen est Omen, Wasser. Nicht übermäßig, aber um seine volle Pracht zu erreichen, muss in trockenen Jahren maßvoll gegossen werden.