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Pflanzanleitung für Rosen

Damit den Rosen ein guter Start in ihrem Garten ermöglicht wird, hält dieses Infoblatt wichtige Informationen zum Pflanzen für sie bereit.

Standort

Alle Rosensorten bevorzugen einen sonnigen warmen Standort.
Generell sollten Rosen nicht dort hin gepflanzt werden, wo schon einmal Rosen oder andere Rosengewächse wie z.B. Obstgehölze oder Erdbeeren gestanden haben.

Pflanzzeit

Günstiger Zeitpunkt für das Pflanzen der Rosen ist Mitte Oktober bis Anfang Dezember und Anfang März bis Ende April.
Container-Rosen können das ganze Jahr gepflanzt werden, auch wenn sie in voller Blüte stehen. Pflanzt man sie während der Sommermonate, muß beachtet werden, dass man sie anschließend über einen längeren Zeitraum ständig wässern muß. Eingeschränkt wird die Pflanzzeit durch die Frostperioden während des Winters. In sehr nassen Wintern sollte man abwarten, bis der Boden abgetrocknet ist.   

Bodenvorbereitung

Vor dem Pflanzen sollte der Boden tiefgrundig, d. h. mindestens spatentief gelockert werden und im Untergrund durchlässig sein. Bodenverdichtungen z.B. durch Maschinen müssen unbedingt gelockert werden. Rosen lieben einen humosen, nicht zu sauren Boden. Durch kalkhaltigen Gartenkompost oder Rindenhumus kann der Boden entsprechend verbessert werden.
Wird der Boden wie oben beschrieben vorbereitet, ist eine Düngung zum Zeitpunkt des Pflanzens nicht notwendig.
Rosen reagieren auf falsches Düngen sehr empfindlich. Deshalb empfiehlt es sich eine Bodenprobe zu entnehmen, um Nährstoffgehalt und ph-Wert bestimmen zu lassen.
Da die Rosen beetweise oder in Gruppen gepflanzt werden, sollte die Bodenvorbereitung nicht nur im Pflanzloch, sondern flächig vorgenommen werden.

Pflanzabstände

Je nach Wuchsstärke der Rosen ergeben sich folgende Pflanzabstände:
Edelrosen:  40-60 cm
Beetrosen:  30-40 cm
Zwergrosen: 25-35 cm
Schwach wachsende Strauchrosen:   60-100 cm
Stark wachsende Strauchrosen:   100-150 cm
Kletterrosen: 130-150 cm
Bodendeckende Rosen: 3 Stück / qm

Transport / Lagerung

Rosen werden meist mit nackten Wurzeln verpflanzt. Sie müssen deshalb während des Transportes vor Trockenheit, Sonne und Wind geschützt werden. Zu Hause die Pflanzen sofort wässern, d.h. mindestens 24 Stunden vor dem Pflanzen komplett in Wasser tauchen. Vorher alle stärkeren Wurzeln frisch anschneiden.
Die Rosen direkt aus dem Wasserbad pflanzen oder bis zum Pflanzen vor dem Austrocknen schützen.
Bei Container-Rosen den Ballen mit Topf  im Wasserbad vollsaugen lassen, bis keine Blasen mehr aufsteigen.

Pflanzschnitt

Bei Herbstpflanzung schneidet man nur die Frucht- und Blütenstände ab.
Bei Frühjahrspflanzung kürzt man die Triebe über einem Auge auf ca. 30 cm ein.
Geknickte und verletzte Wurzeln über der Schadensstelle abschneiden, wesentlich zu lange Wurzeln etwas einkürzen.
Der jeweilige Pflanzschnitt ist bereits durch unsere Fachkräfte erfolgt oder wird von diesen bei Verkauf durchgeführt.

Das Pflanzloch

Das Pflanzloch doppelt so groß wie das Wurzelvolumen ausheben. Es muß so tief sein, daß die Wurzeln senkrecht eingepflanzt werden können und nicht eingeknickt sind.

Das Einpflanzen

Die Veredlungsstelle, die knotige Verdickung zwischen Wurzeln und Trieben, muß ca. 5 cm unter der Erdoberfläche sein.
Erdgemisch ins Pflanzloch füllen, dabei Pflanze rütteln, um Hohlräume zu vermeiden.
Bei Container-Rosen vorher Topf entfernen.

Das Angießen

Besser als Antreten ist das Einschlämmen.
Man legt in Größe des Pflanzloches einen Gießrand an. Nach Möglichkeit mit dem Schlauch, ansonsten der Gießkanne, den Gießrand mehrmals vollaufen. Dabei sollte der Druck nicht zu stark sein, damit die Erde nicht weg- oder ausgespült wird, sondern das Wasser ganz langsam im Boden versickern kann.
Nachgesackte Erde auffüllen und soviel Wasser nachgießen, bis es nicht mehr versickert.
Um sicher zu gehen, dass der Boden durchdringend gewässert ist, macht man eine Fingerprobe.
Achtung! Regenwetter erspart nicht das Angießen.
Späteres Gießen nur nach Bedarf durchführen, nicht willkürlich. Fingerprobe!

Das Anhäufeln

Bei Herbstpflanzung sollen die Rosen ca. 20 cm hoch angehäufelt werden. Dazu eignet sich Humus oder leichte Gartenerde, auf keinen Fall Torfmull verwenden. Das Anhäufeln dient der Rinde zum Schutz vor Frost und vor Austrocknung.
Bei Herbstpflanzung zusätzlich die oberirdischen Teile der Rosen mit Fichten- oder Tannenreisig abdecken.

Das Abhäufeln

Ende April / Anfang Mai , wenn die Spätfrostgefahr vorbei ist und ein Neuaustrieb sichtbar ist, werden die Rosen abgehäufelt, und es erfolgt der eigentliche Pflanzschnitt.
Man schneidet die Triebe auf 3-7 Augen zurück.
Regel: Schwacher Trieb starker Rückschnitt, starker Trieb schwacher Rückschnitt. Der Schnitt erfolgt leicht schräg oberhalb eines nach außen zeigenden Auges.

Besonderheiten bei Hochstamm- und Trauerstammrosen

Um dem Stämmchen Halt zu geben, wird ein Pfahl in Hauptwindrichtung eingeschlagen, so dass die Pflanze vom Pfahl weggedrückt wird.
Zunächst schlägt man den Pfahl in das ausgehobene und vorbereitete Pflanzoch ein, und setzt dann die Pflanze ins Pflanzloch hinein, damit  Wurzeln oder Ballen der Pflanze durch das Einschlagen des Pfahles nicht beschädigt werden.
Als Bindematerial eignen sich verstellbare Baumbänder aus Kunststoff, die in Form einer 8 gebunden werden

Der Abstand zwischen Baum und Pfahl läßt sich stabilisieren, wenn die Schleife zusätzlich mit Kokosband umwickelt wird. Rutschende Bänder werden mit einem Nagel am Baum befestigt.
Die Pflanzen immer wieder auf Scheuerstellen und Einschnürungen hin überprüfen.
Um dem Rosenstämmchen bei Herbstpflanzung einen optimalen Winterschutz zu geben, muß die Krone durch eine Umhüllung mit Vlies geschützt werden. Der Pfahl sollte so lang gewählt sein, dass er in die Krone hineinragt. So kann nicht nur der Stamm, sondern auch die zusammengebundene Krone daran befestigt werden.
Das Vlies erst nach Spätfrostgefahr wieder entfernen.
Im Frühjahr erfolgt dann der eigentliche Pflanzschnitt, wie er bei den Buschrosen beschrieben ist.

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Letzte Aktualisierung
Montag, 23. Februar 2009