Ein Pflanzkübel bietet grundsätzlich weniger Raum für die Wurzeln als ein gewachsener Boden. Dies zu wissen ist sehr wichtig bei der Pflege der Pflanzen.
An erster Stelle steht das Gießen. Es ist unvermeidbar, täglich mit dem Finger die Feuchtigkeit zu prüfen (nicht mit dem Auge, unter der Oberfläche könnte es noch gut feucht sein). Auch es etwas Regen ist oft nicht
ausreichend, wenn es sehr warm ist. Besonders gern werden aber Pflanzen vergessen, die keinen Regen abbekommen (unter Dächern oder unter dem Balkon). Gerade bei immergrünen Pflanzen ist es auch im Winter wichtig nach Bedarf zu
gießen (Fingerprobe!). Wenn die Sonne viel scheint, verdunstet die Pflanze auch viel Feuchtigkeit. Im schlimmsten Fall vertrocknet sie.
Mit dem Gießen läßt sich auch das Düngen gut erledigen. Ich selber dünge meine
Kübelpflanzen in der warmen Jahreszeit einmal pro Woche mit etwa einem 'Schnapsglas' voll Flüssigdünger auf eine 10 l Gießkanne. Bei mehrjährigen Kübelpflanzen empfiehlt sich eine Startdüngung mit Langzeitdünger (bitte in jedem
Fall Herstellerangaben beachten!). Ebenso sind mehrjährige Pflanzen für einen Rückschnitt dankbar. Eine kompakte dichtwachsende Pflanze wirkt im Topf wesentlich besser als eine zu lang gewachsene (z.B. bei Rosmarin oder
Lavendel ca. 1/3 Rückschnitt).
Gerade bei ausdauernden Pflanzen muß man auf ein gutes Substrat achten. Billige Erden haben oft schlechte Strukturstabilität. Dadurch kann sich der Inhalt der Kübels im Laufe eines Jahres
schnell auf bis zu 2/3 verringern. Außerdem ist beim Pflanzen immer darauf zu achten, dass ein guter Wasserabzug gewährleistet ist (z.B. alte Tonscherben oder grober Kies unten im Topf). Der Topf darf auch nicht direkt auf dem
Boden stehen. Ein paar Steine oder handelsübliche Abstandhalter können hier Verwendung finden. Nie geschlossene Gefäße benutzen.
Wenn Sie all dies beachten, sollten die wichtigsten Grundlagen für eine lange Freude
geschaffen sein.